Rundgang durch das Deutsche Edelsteinmuseum

Erdgeschoss: Ursprung und Gemmologie

Beginnend im Erdgeschoss werden im ersten Ausstellungsraum die heimischen Achate und Quarze gezeigt, dem Ursprung der Edelstein-Industrie im Raume Idar-Oberstein. Mit ihren lebhaften Zeichnungen und ihrer Farbigkeit zählen die Achate und Jaspise aus dem Saar-Nahe-Raum mit zu den weltweit schönsten Ihrer Art. Eine in Miniatur aufgebaute Edelstein-Schleiferei zeigt, wie schon vor Hunderten von Jahren durch Wasserkraft angetriebene Schleifsteine aus Quarz Sandstein, diese heimischen Edelsteinvorkommen bearbeitet wurden. In den Vitrinen sind Exponate und Schmuckstücke aus dieser Zeit zu bewundern.

Im folgenden Raum finden wir Achate aus aller Welt, vor allem aber solche, die aus Brasilien stammen. Diese wurden ab Mitte des 19. Jhd. in großen Mengen importiert und brachten der Edelsteinindustrie in der Region Idar-Oberstein einen großen Aufschwung. Es sind u.a. alleine 75 Achat-Scheiben zu sehen, die aus einem der längsten Achate Brasiliens hintereinander herausgesägt wurden. Eine Vitrine ist einem der großen Massenartikel aus Achat gewidmet, dem „afrikanischen Geld“, das ab ca. 1850 geschliffen wurde.

Im dritten Raum wird die Gemmologie, die Edelsteinkunde, vorgestellt: mit ihren verschiedenen chemischen, strukturellen, kristallographischen und physikalischen Eigenschaften und Merkmalen. Auch wird die Vielfalt der synthetischen und künstlichen Produkte vertieft dargestellt, bis hin zum Laser-Kristall. Eine Sonder-Vitrine zeigt die Verwendung von Diamanten und Edelsteinen für den technischen und industriellen Bereich.