Rundgang durch das Deutsche Edelsteinmuseum

Zweites Obergeschoss mit seinen Edelstein-Objekten

Nach links gehend kommen wir in den ersten Raum, in die Glyptothek, mit einer Sammlung der Steinschneide-Kunst mit Originalen und Duplikaten historischer Siegel, Petschaften, Rollsiegel und Skarabäen, Gemmen und Gefäßen, deren Ursprung bis in die altbabylonische Zeit zurückreicht. In den nächsten beiden Räumen sind Meisterwerke der Gemmentechnik sowie der plastischen Gravur - hauptsächlich von heimischen Edelstein-Graveuren – zu bewundern. Die Heraldiker zeigen ihr Können in der Wappen-Gravur, und die Bergkristall-Miniatur-Maler ihre besondere und seltene Kunst.

Im dritten und vierten Raum wechselt sich die Gravur-Kunst mit der meisterlichen, handwerklichen Perfektion der Gefäß- und Hohlschleifer ab. Klassische Schalen, Vasen und Pokale, sowie auch modern geschliffene Objekte vervollständigen das Bild des künstlerischen Schaffens in der Region in und um Idar-Oberstein.

Zum Schluss noch 2 Räume, die die einmalige Sammlung des Deutschen Edelsteinmuseums abrunden. Eine „Dunkelkammer“ lässt Edelstein-Mineralien unter UV-Licht geheimnisvoll aufleuchten.

Die „Schatzkammer“ zeigt die faszinierende Welt der Diamanten, vom Rohstein bis hin zu allen Formen, Farben und Schliffarten. Kopien berühmter Diamanten werden mit ihrer Geschichte vorgestellt.

Die mehreren Tausend Ausstellungs-Objekte des Deutschen Edelsteinmuseums sind größtenteils Leihgaben und Spenden der Edelsteinindustrie aus dem Raum Idar-Oberstein und von Museums-Freunden aus aller Welt. Die Präsentation wird ehrenamtlich von einem Kuratorium betreut, das sich aus Fachleuten der verschiedenen Edelstein-Berufe, des Handels und der Forschung zusammensetzt. Dieses Gremium organisiert auch die jährlich wechselnden Sonder-Ausstellungen im extra dafür eingerichteten Keller-Gewölbe.

Das Deutsche Edelsteinmuseum steht auch mit anderen Museen, Instituten und Universitäten in der ganzen Welt in Verbindung und stellt Leihgaben zur Verfügung.