Minerale und Edelsteine auf Briefmarken
Eine Sonderausstellung im Kellergewölbe
des Deutschen Edelsteinmuseums in Idar-Oberstein
vom 27. August 2005 bis zum 26. Februar 2006
Der
Verein der Heimatfreunde Oberstein e.V., Träger
des Museums Idar-Oberstein, besitzt eine der
umfangreichsten Motivsammlungen mit Mineralen und
Edelsteinen auf Briefmarken.
Beim Silvesterhochwasser im Jahre 1981 standen
die Kellerräume
und der Tresorraum des Museums zum Teil unter Wasser.
Neben vielen deponierten Museumsgütern verlor
das Museum auch eine kleine Briefmarkensammlung
mit Mineral- und Edelsteinmotiven.
Der damalige Vorsitzende des Vereins, Herr Alfred
Peth – selbst
seit seiner Kindheit ein leidenschaftlicher Briefmarkensammler – stiftete
daraufhin dem Museum seine außergewöhnliche
Motivsammlung.
Nach einem Umbau im Museum wurde speziell ein
Raum mit 8 großen Vitrinen für die
Ausstellung dieser Sammlung eingerichtet.
Im Rahmen einer längerfristigen und noch
nicht abgeschlossenen Umgestaltung des Museums
wurde die Sammlung bis auf weiteres eingelagert.
Dieser Umstand wiederum ließ beim Kuratorium der
Stiftung Deutsches Edelsteinmuseum die Idee reifen, den
Vorstand der Heimatfreunde Oberstein zu bitten, eine
zeitlich begrenzte Präsentation dieser einzigartigen
Motivsammlung im Kellergewölbe des Deutschen Edelsteinmuseums
zu ermöglichen.
Der Vorstand der Heimatfreunde stimmte diesem Vorhaben
erfreulicherweise spontan zu.
Die sehr umfangreiche Motivsammlung umfasst neben
dem speziellen Thema „Minerale und Edelsteine“ auch
Gesteine, Erze, Bergbau, Chemie, Physik, kunsthistorische
Ausstellungen, naturhistorische Museen, Ersttagsbriefe,
motivbezogene Sonderstempel und einige weitere Themenbereiche.
Obwohl 21 Vitrinen im Kellergewölbe des Deutschen
Edelsteinmuseums zur Verfügung stehen, konnten
nicht alle Briefmarken ausgestellt werden.
Die kristallchemische Systematik außer acht lassend,
sind die Ausstellungsobjekte zur (hoffentlich) besseren Übersicht
alphabetisch geordnet, wobei einige Mineralgruppen
wie z.B. Beryll, Granat und Quarz zusammengefasst
wurden.
Die Briefmarken zu den Themen „Diamant, Gold und
Quarz“ sind von den Herausgeber-Ländern am
häufigsten als Motiv verwendet worden. Auffallend
ist auch, dass offenbar einige devisenschwache Länder
durch häufiges Auflegen von Motivmarken
ihre Staatskasse aufzubessern versuchen.
Die Bundesrepublik Deutschland ist in dieser
Beziehung sehr zurückhaltend. Bis heute gibt es zum Thema
Edelsteine nur eine Sondermarke. Diese wurde anlässlich
des Jubiläums „500 Jahre Edelsteinregion Idar-Oberstein“ herausgegeben.
Offizieller Erstausgabetag war der 8. April 1997. Die
Dokumentenmappe, die im Rahmen einer Feierstunde am 26.
März 1997 in der Göttenbach-Aula vom Parlamentarischen
Staatssekretär beim Minister für Post und Telekommunikation,
Dr. Paul Laufs, an den damaligen Präsidenten der
Diamant- und Edelsteinbörse e.V. und Initiator der
Jubiläums-Sondermarke, Herrn Dieter Hahn, übergeben
wurde, zählt zu den markantesten Ausstellungsstücken
dieser Sonderschau. Dazu gehören neben Briefmarkenbögen,
Ersttagsblätter, Ersttagsbriefe, die original Sonderstempel
und alle Entwürfe, die zu der Ausschreibung der „Idar-Oberstein-Marke“ seinerzeit
beim Ministerium eingereicht wurden.
All diese Leihgaben wurden freundlicherweise
vom jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden der Stiftung
Deutsches Edelsteinmuseum, Herrn Dieter Hahn,
zur Ergänzung der Ausstellung
zur Verfügung gestellt.
Die Vollständigkeit einer solchen Motivsammlung zu
erreichen, ist wohl nahezu unmöglich – erscheinen
doch weltweit jährlich Briefmarken zu diesem Spezialthema
mit einem Nominalwert von weit über 250,00
Euro.
Zu den im Edelsteinmuseum gezeigten Briefmarken werden
die dazugehörenden Minerale und Edelsteine
als Rohstein, in Kristallform und teilweise auch
als geschliffener Edelstein präsentiert.
Namhafte Museen, Edelsteinschleifer- und -händler
sowie private Sammler gehören
zu den Leihgebern.