Oktober 2013: Edelsteinmikroskope

10-13-mikroskope

1950 von Prof. Dr. Karl Schlossmacher im Edelsteinforschungsinstitut in Idar-Oberstein entwickelt, um Einschlüsse und Strukturmerkmale im Innern eines Steins zu untersuchen und damit synthetische Steine von natürlichen Edelsteinen zu unterscheiden.

Die Besonderheit des Edelsteinmikroskops liegt darin, dass der Tubus horizontal liegt und anstelle des Objekttisches des gewöhnlichen Mikroskops sich eine bewegliche Haltevorrichtung für Stein und Immersionszelle befindet.

Die Untersuchung des geschliffenen Steins in einer Immersionslösung verhindert Spiegelung und Totalreflexion an den Facetten und erlaubt einen ungehinderten Blick in das Innenleben des Steins.

Das Edelsteinmikroskop steht an der Spitze der Untersuchungsmethoden im Edelsteinlabor und ist wichtiger Bestandteil der gemmologischen Aus- und Weiterbildung bei der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft e.V. in Idar-Oberstein.

Bild:
Modernes Edelsteinmikroskop für die Ausbildung bei der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft (links), rechts original Schlossmachermikroskop (1950).

 
 

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